DSGVO Datenschutzverordnung

Sechs Monate DSGVO: drei Fragen an Wojciech Wiewiórowski

2018 ist ein richtungsweisendes Jahr für den Schutz von Daten und Privatsphäre – am 25. Mai dieses Jahres ist die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) juristisch durchsetzbar geworden und Ende November ist sie seit sechs Monaten in Kraft. Die Job Wizards haben Wojciech Wiewiórowski, stellvertretender Datenschutzbeauftragter beim EDSB, um eine kurze Einschätzung gebeten, wie sich die DSGVO bisher ausgewirkt hat. Der EDSB – der Europäische Datenschutzbeauftragte – ist die unabhängige Datenschutzbehörde der Europäischen Union.

Herr Wiewiórowski, hat die DSGVO Ihre Erwartungen/die Erwartungen der EU erfüllt?

Wojciech Wiewiórowski: Es ist schwer, schon sechs Monate nachdem das Gesetz in Kraft getreten ist, alle Auswirkungen der Datenschutzreform einzuschätzen, doch insgesamt ist das Ergebnis positiv. Nach der anfänglichen Unsicherheit – oder Panik – haben die meisten Verantwortlichen festgestellt, dass sie über viele der Tools, die sie dazu benötigen, die Verordnung zu befolgen, bereits verfügen. Zumal die Anforderungen der DSGVO sich gar nicht gravierend von denen unterscheiden, die vor dem 25. Mai 2018 galten. Gleichzeitig war die Einführung der DSGVO ein Signal dafür, die Datenschutzeinstellungen zu überdenken, das Bewusstsein der Kunden zu schärfen und zu überprüfen, wie ihr Unternehmen  in Sachen Cybersecurity aufgestellt ist. Die meisten Verantwortlichen und Bearbeiter, die mit unseren persönlichen Daten zu tun haben, scheinen bereit zu sein, ihren Kunden zu versichern, dass ihre persönlichen Daten in ihren Informationssystemen sicher aufgehoben sind.

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