Digitale Transformation: Warum manche Teams besser sind als andere.

Menschen arbeiten zunehmend mit und in smarten Systemen. So entstehen neue Jobs, Formen der Zusammenarbeit und ein neues Wissensmanagement. Welche Teams sind zukunftssicher?

Arbeiten im 21. Jahrhundert, beeinflusst von digitalen Innovationen und internationalen Megatrends – kluge Entscheider wissen schon heute: Die Digitalisierung bringt enorm viel in Bewegung. Zukunftsfähige Teams sind gut vernetzt, ihre Mitarbeiter wissen mit Algorithmen umzugehen, können Software modifizieren und mit Robotern kommunizieren. Zum Team der Zukunft gehören kreative Leute, die sich in virtuellen Räumen wohlfühlen und sich dort im Metaversum, dem zukünftigen virtuellen kollektiven Raum, mit ihren Kollegen aus aller Welt treffen, um projektbezogen zusammen zu arbeiten.

2050: Die Zukunft der Arbeit hat begonnen

Das eben beschriebene Szenario ist zwar ein Gedankenspiel, aber eins mit solider Basis. Es beruht auf Erkenntnissen des Millennium Projects (*1 + 2), welches ergründen will, wie sich die Welt in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Dazu bündelt das Millennium Project die Ergebnisse und Diskussionen von knapp 300 Experten aus aller Welt – darunter kluge Köpfe wie Stephen Hawking, Bill Gates oder Elon Musk –, die sich in dem 1996 von Theodore J. Gordon und Jerome C. Glenn gegründeten Non-Profit Think Tank für Zukunftsfragen engagieren.

Ein strategisch denkender Think Tank gibt Einblicke

Dieser Think Tank operiert weltweit mit Hilfe von 56 „Nodes“ oder auch „Knoten“, um lokale und globale Sichtweisen sowie verschiedene Zukunftsstudien und Szenarien miteinander zu verknüpfen. Das Besondere an der hier ewähnten Studie „2050: Die Zukunft der Arbeit“ ist das Vorgehen nach der Delphi-Methode, die nicht in erster Linie nach allgemeinen und repräsentativen Ergebnissen sucht, sondern stattdessen differenzierte Einblicke in Gedanken und Zukunftsthesen der Experten gibt. Nicht Zahlen, sondern Inhalte stehen also im Vordergrund.

Schlüsselqualifikation: sich selbst etwas beibringen

Wechselnde Projekt-Teams, häufige Arbeitsplatz- und Jobveränderungen, ständiges Lernen – das sind drei zentrale Entwicklungen, welche die Experten in den nächsten Jahrzehnten erwarten. Veränderung auf allen Ebenen braucht aber auch Teams, die mitgehen und die vielen Wechsel gestalten. Deshalb wird es an sehr vielen Arbeitsplätzen zunehmend darum gehen, miteinander und voneinander zu lernen. Eine neue und internationale Kultur der Kooperation ist gefragt, „Arbeiten und Lernen verschmelzen miteinander“, so die Experten. Gut aufgestellt für den digitalen Wandel sind also Teams, in denen Kollegen sich gegenseitig beim Erwerb von professionellem Wissen unterstützen. Teams, die sich fortbilden. Und Teams, die Spaß daran haben, Neues zu lernen und zu testen.

Hoffnungsträger im Team: Jeder Einzelne

In den nächsten Dekaden sind alle gefragt – kleine und große Teams, Entscheider und Führungskräfte, jeder einzelne Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin. Interessanterweise ist „das Individuum“ auch für die meisten Experten der Delphi-Studie „der große Hoffnungsträger“. Weil sie jeden Einzelnen „für flexibler und ‚smarter’ halten als die großen Systeme, die aufgrund ihrer systemisch angelegten Langsamkeit auf raschen Wandel nur reagieren anstatt ihn agierend zu prägen.“

Zukunftswunsch: Wir möchten besser werden

Und mit welchen Gefühlen begegnen die Einzelnen der digitalisierten Zukunft? Interessante Ergebnisse liefert eine internationale Umfrage im Auftrag von Konica Minolta aus dem März 2017 (*3). Insgesamt 11.362 Verbraucher in Europa, den USA und Japan gaben Auskunft, wie ihre Einstellung zum Arbeitsplatz der Zukunft ist. 37 Prozent der Befragten zeigten sich besorgt darüber, dass neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Roboter sie oder Kollegen in Zukunft ersetzen könnten.

Spannend ist, gleichzeitig zu erfahren, was die Befragten mit der durch Automation frei gewordenen Zeit anfangen würden? Das überraschende Fazit: Sie wollen besser werden! Zu den häufigsten Antworten gehören die Weiterentwicklung von Arbeitskompetenzen (26 Prozent), Verbesserung von Geschäftsprozessen sowie Verbesserung der Kommunikation und Zusammenarbeit mit Kollegen (jeweils 20 Prozent). Die Bereitschaft, sich selbst fortzubilden und Neues zu lernen ist also international vorhanden. Im Licht der Experteneinschätzungen zeigen die Antworten vor allem eins: Die Zukunft kann kommen!

Teamwork der Zukunft: Auf Spaß an digitaler Arbeit und jede Menge Fortbildung kommt es an. #jobwizards http://bit.ly/2eL1TyE

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